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Praxis für MKG-Chirurgie DDr. Oliver Hächl
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MKG-News

Herbst 2022 – Das Risiko durch Bisphosphonate

Sogenannte Antiresorptiva (z. B. Bisphosphonate) kommen zur Behandlung einer Osteoporose und schwerwiegender Erkrankungen (wie bestimmten Krebsarten) zum Einsatz. Da diese Medikamente gezielt in den Knochenstoffwechsel eingreifen, bergen sie nicht unerhebliche Risiken für den Kieferknochen.

Osteonekrose durch Antiresorptiva und Kieferoperationen

Die gravierendste mögliche Folge ist eine Osteonekrose, bei der bestimmte Bestandteile des Knochens absterben. In den letzten Jahren ist die sogenannte Bisphosphonat-assoziierte Osteonekrose (kurz: BP-ONJ) vermehrt aufgetreten. Festgestellt wurde dieses Krankheitsbild vor allem bei Patienten, denen zum Zeitpunkt einer Kieferoperation oder kurz davor intravenös hohe Dosen an Bisphosphonaten verabreicht wurden.

Wichtige Maßnahmen zur Vermeidung einer Kiefernekrose

Damit die Antiresorptiva-Einnahme für Sie möglichst ohne negative Folgen bleibt, sind folgende Maßnahmen angeraten:

Osteonekrose: Therapiemöglichkeiten je nach Stadium

Besteht bei Ihnen bereits eine Kiefernekrose, kommen je nach Schweregrad verschiedene Behandlungsverfahren infrage. Handelt es sich um eine Nekrose im Anfangsstadium, reicht es meist aus, den betroffenen Bereich mit antibakteriellen Spülungen zu desinfizieren. Eine schwere, weit fortgeschrittene Nekrose hingegen erfordert eine deutlich umfangreichere Therapie. Dabei entfernen wir den nekrotischen Knochen und bauen anschließend den fehlenden Knochenabschnitt durch hochwertige Ersatzmaterialien wieder auf. Auch das umliegende Weichgewebe kann in aller Regel rekonstruiert werden.

Wichtig: Wenn Sie Bisphosphonate oder andere Antiresorptiva einnehmen, teilen Sie uns dies bitte im Vorfeld einer Kieferoperation mit. Nur so können wir Ihr individuelles Risiko, an einer Kiefernekrose zu erkranken, richtig einschätzen.

Sie haben Fragen? Wir beantworten sie Ihnen gerne.

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